| Buchbesprechung Das von Pavlos
Bitzarakis erstellte Inhaltsregister für die
von Ernst Stapf und dem Verein deutscher
Ärzte in den Jahren 1822 - 1848
veröffentlichte Zeitschrift Archiv
für homöopathische Heilkunst ist eine
unschätzbare Hilfe für alle Homöopathen
oder Medizinhistoriker, die sich näher mit
den im Stapf-Archiv veröffentlichen Inhalten
befassen möchten.
Wie Prof. Dr.
phil. Robert Jütte in seinem Vorwort zum
Inhaltsregister bemerkt, werden die Aufsätze
und Abhandlungen im Stapf-Archiv auch heute
noch oft von Homöopathen zum Studium
herangezogen, da zahlreiche Arzneiprüfungen
und Kasuistiken darin erschienen sind.
Insbesondere denen, die an der Arbeitsweise
der frühen Homöopathen und Schüler Samuel
Hahnemanns interessiert sind, bietet das
Stapf-Archiv gute Möglichkeiten zum Studium.
Mit dem von
Pavlos Bitzarakis zusammengestellten
vollständigen Inhaltsregister für das
Stapf-Archiv wird erstmals ein Zugriff auf
einzelne Themenbereiche der im Archiv
für homöopathische Heilkunst
erschienenen Veröffentlichungen möglich. Da
die Bände des Stapf-Archivs nicht im
Buchhandel erhältlich, sondern im
allgemeinen nur über Bibliotheken per
Fernleihe zugänglich sind, können nun mit
Hilfe des Inhaltsregisters ausgewählte
Bände gezielt angefordert werden. Dies
bedeutet beispielsweise für Diplomanden oder
Doktoranden, welche das Stapf-Archiv für die
Bearbeitung eines speziellen Themas nutzen
möchten, eine große Erleichterung.
Die 816
Artikel der Bände 1-23 (einschließlich der
Supplement-Bände 1-3) des Stapf-Archivs
wurden den sechs Rubriken
Abhandlungen,
Kasuistik,
Mittelkunde,
Rezensionen,
Leserbriefe und
Sonstiges zugeordnet und zwar
jeweils nach Autoren und Bänden sortiert.
Die erste Rubrik Abhandlungen
beinhaltet Berichte allgemeiner Art (z.B. zu
Kongressen, homöopathischen Spitälern) und
alle Fachartikel, die nicht den weiteren
Rubriken zugeordnet werden konnten. Die
zweite Rubrik Kasuistik verweist
auf Fallbeschreibungen und Therapiemethoden,
die dritte Rubrik Mittelkunde auf
Artikel zu einzelnen Arzneimitteln und deren
Wirkungsweise. In der vierten Rubrik
Rezensionen sind die erschienenen
Buch- bzw. Artikelbesprechungen, in der
fünften Rubrik Leserbriefe und
in der sechsten Rubrik Sonstiges
(wie Berichtigungen, verschiedene Register)
aufgenommen. Interessiert man sich
beispielsweise für das, was seinerzeit im
Stapf-Archiv Dr. Constantin Hering zu
einzelnen Arzneimitteln geschrieben hat, gibt
das Inhaltsverzeichnis in der Rubrik 3.1
Mittelkunde Autor unter
Hering, Dr. Constantin einen
genauen Überblick und die genauen
Fundstellen über alle Artikel Herings, die
dieser zu einzelnen Arzneimitteln geschrieben
hat.
Interessant
ist auch das am Ende des Inhaltsregisters
aufgeführte Stichwortverzeichnis, über das
Aufsätze bzw. Abhandlungen zu bestimmten
Themenbereichen gefunden werden können. Zwar
ist dies nur indirekt durch den Verweis auf
die jeweiligen Seiten des Inhaltsregisters
möglich, dennoch bietet das
Stichwortverzeichnis eine wertvolle Hilfe,
wenn man speziellen Themen oder Arzneimitteln
nachgehen will, wie z.B. dem
Aconitum, der Diät,
dem Fieber oder dem
Zahnschmerz.
Schade ist,
daß in der Rubrik Kasuistik, in
dem auf die im Stapf-Archiv veröffentlichten
einzelnen Fallbeschreibungen verwiesen wird,
teilweise unvollständig die Inhalte der
beschriebenen Fälle wiedergegeben werden.
Für alle, welche die Veröffentlichungen im
Stapf-Archiv speziell zum Kasuistikstudium
nutzen möchten - am Ende des Buches wird
darauf hingewiesen, daß sich ein weiterer
Registerband zum Stapf-Archiv mit dem Titel
Gesichtete Kasuistik in
Vorbereitung befindet. In diesem sollen
ausgewählte Fälle nach klinischer Diagnose,
verabreichten Mitteln und Autoren sortiert
werden.
Mit seinem in
mühevoller Kleinarbeit übersichtlich
erstellten Inhaltsregister hat Pavlos
Bitzarakis der Homöopathie einen wertvollen
Dienst erwiesen. Bleibt zu wünschen, daß
durch die Hilfe dieses Registers ein
breiteres Fachpublikum auf die interessanten
Artikel und Abhandlungen der Autoren des
Archivs für homöopathische
Heilkunst Zugriff nimmt.
Gerd
Aronowski, Konstanz
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